Deutsche Wurst in Vietnam
Von Deutschland nach Vietnam: Auslands-Vietnamesen bringen Knowhow mit Überall in Vietnam geht es den Menschen besser. Besonders in den Städten ist eine junge, geschäftstüchtige und kaufkräftige Mittelschicht entstanden. Das günstige Lohnniveau macht das Land attraktiv für die Wirtschaft. Vietnams Anstrengungen, die WTO-Standards zu erfüllen, tragen Früchte. Seit die Marktwirtschaft Fuß fasst, boom das Land. Besonders heimkehrende Auslands-Vietnamesen bringen viel Knowhow mit - und importieren auch so manche typisch deutsche Errungenschaft nach Fernost.
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Exotik für den Gaumen
An einem Imbiss im schicken VINCOM-Center, dem neuesten Einkaufs-Zentrum von Hanoi, findet sich ein weiteres Stück deutscher Esskultur - die deutsche Bratwurst: Wer in Hanoi oder Saigon Exotik für den Gaumen sucht, findet sie alle: Bockwurst, Leberkäse, und die Thüringer Rostbratwurst. Die Wurst am Stäbchen ist gar nicht mal teuer – umgerechnet knapp 50 Cent. So viel wie ein Schnellgericht von der Straße
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Wurst global
Sein Erfolgsrezept: global denken: „Eine kleine Wurst bedeutet auch Globalisierung. Weil wir deutsche Technologie haben, weil wir auch chinesische Schweinedärme importieren, und wir nutzen unser Schweinefleisch in Vietnam mit eigenen Arbeitskräften. Wir verkaufen überall in Vietnam und exportieren auch. Das ist Globalisierung von Wurst.“ (Mai Huy Tan, Wurstproduzent)
Quasi globalisiert hat sich auch der Thüringer Freund: Er selbst kümmert sich zwar weiterhin in Erfurt um die Beschaffung von Material und Ersatzteilen. Doch sein Sohn lebt mittlerweile in Hanoi und hat das Marketing der Firma übernommen.
Die Duc Viet Wurstfabrik ist beispielhaft für das aufsteigende private Unternehmertum in Vietnam. Auslands-Vietnamesen wie Wurstfabrikant Mai oder Döner-König Tran verbinden aus dem Westen mitgebrachtes Knowhow mit ihrer Sprach- und Ortskenntnis. Vor allem sie tragen das Wirtschaftswachstum, arbeiten effizienter, stellen sich schneller und flexibler auf den Markt ein. Nicht zuletzt deshalb will die vietnamesische Regierung den staatlichen Sektor konsequent weiter privatisieren. Von 5600 Staatsunternehmen sind derzeit noch 3000 übrig. Tendenz: fallend.